Drei Kriegsgegner durch das Amtsgericht Gardelegen verurteilt – weiterer Prozess folgt

Wir – die Rote Hilfe Ortsgruppe Magdeburg – senden unsere solidarischen Grüße an die Menschen, die vom Amtsgericht in Gardelegen verurteilt wurden sind. Ein weiterer Prozess folgt nach Ostern – achtet auf Ankündigungen.

Erklärung Offenen Heide: Verhandlungen vor dem Amtsgericht Gardelegen am 20. und 27.03.2018 wegen Betretungen der extralegalen Kriegsübungsstadt Schnöggersburg – ***AM 20.03.2018***. Gerd Büntzly: „Ich bin nicht hergekommen, um mich zu verteidigen, sondern um anzuklagen: • Ich klage die Bundeswehr an, Massenmord vorzubereiten • Ich klage die Bundesregierung an, die Atomwaffen nicht zu ächten • Ich klage die Rüstungsindustrie an, an der Produktion von Tornados und Atombomben, d.h. an dem möglichen Leid von hunderttausenden von Menschen Milliarden zu verdienen…“ Er wurde zu 10 Tagessätzen a 15€ verurteilt.***AM 27.03.2018*** In der Verhandlung gegen Helmut Adolf positionierte sich der Beklagte in seiner Verteidigungsrede: „Auch die Rechtsprechung muss sich weiterentwickeln. Mir wird „Hausfriedensbruch“ vorgeworfen. Da wo Kriege vorbereitet werden, soll der Hausfrieden gebrochen worden sein.Das benachbarte Amtsgericht Haldensleben hat Personen, die sich in einer Schweinemastanlage aufgehalten haben, um die dortigen Gesetzesverstöße aufzudecken, vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freigesprochen. In meinem Fall ist kein privater Investor der Bösewicht, sondern der Staat mit seinen Streitkräften.“ Er wurde zu 10 Tagessätzen a 90€ verurteilt.
Die Verhandlung gegen Malte Fröhlich wurde am 27.03.2018 -11:15 Uhr fortgesetzt. Aus der Verteidigungsrede von Malte Fröhlich: vom 20.03.heißt es :“Ich nenne Schnöggersburg eine extralegale Stadt, weil alles was mit ihr in Verbindung steht, von ihrer Entstehung bis zu den Delikten, die später in ihr geübt werden sollen, eine lange Folge von staatlichen Rechtsbrüchen abbildet, bis hin zu schwersten Verbrechen. Kriegsministerium und Bundeswehr stellen sich ganz selbstverständlich über das Gesetz und die Justiz lässt sie unangetastet dort stehen.“ Zur Verteidigungsrede Den gestellten Beweisanträgen von Malte Fröhlich entsprach das Gericht nicht, ihm wurden 10 Tagessätze a 40€ auferlegt. In seinem Schlusswort führte er aus: „Mir ist bewusst, dass ich von diesen nur theoretisch freien und unabhängigen RichterInnen erwarte, dass sie im Bedarfsfall sich für das Recht auch dann entscheiden, wenn ihr Urteil die Interessen der Vertreter der Macht durchkreuzt.“ Das Verfahren gegen Ingrid Fröhlich-Groddeck wurde auf die Woche nach Ostern vertagt, der Termin soll noch bekannt gegeben werden. OFFENene HEIDe